von DETLEF FECHTNER
Bielefeld – In den vergangenen Monaten hat sich mancher Schlaumeier an apokalytischen Voraussagen für Europas Währungsunion berauscht. Für viele war es nur noch eine Frage der Zeit, wann ein Euro-Land nach dem anderen pleite geht und der Euro-Wechselkurs unter einen Dollar sinkt. Erfreulicherweise ist vieles anders gekommen – bisher.
Gewiss, die finanzielle Lage ist in Spanien oder Portugal noch sehr angespannt, die milliardenschweren Staatshilfen überdecken (auch in Deutschland) weiterhin das wahre Ausmaß der Krise und der Euro notiert heute deutlich tiefer als noch vor sechs Monaten. Für Entwarnung ist es deshalb noch zu früh.
Aber der – bislang – erfolgreiche Schutz des Euro-Rettungsschirms und die robusten Wirtschaftsdaten in Deutschland lassen hoffen, dass der Untergang von Euroland verschoben, wenn nicht verhindert wurde.
Selbst die Devisenhändler scheinen das zu registrieren. Der Euro fällt nicht ins Bodenlose. Warum auch? In den USA gibt es ebenfalls ernste Risiken, weil Joe Six Pack weniger konsumiert als erwartet – und daher gute Gründe, es mit dem Wechselkurs nicht immer dollar zu treiben.
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Geschrieben am Montag, 5. Juli 2010 um 19:03 und ist zu finden in PresseBox. Du kannst die Antworten zu diesem Thema verfolgen unter RSS 2.0 feed. Du kannst Antwort, oder trackback von deiner Seite.