Nachricht an E.T.Viele Menschen glauben, dass die Erde schon öfter das Reiseziel Außerirdischer war. Unbekannte Flugobjekte (UFO’s) haben uns demnach mehrfach besucht, Außerirdische leben sogar mitten unter uns und das nicht nur zum Karneval. Nun – daran lässt sich, mangels Gegenbeweise, nicht rütteln. Seit ewigen Zeiten schaut der Mensch zum Himmel und beobachtet Sonderbares, was in früheren Epochen nicht erklärt werden konnte und auch in der jetzigen Zeit tut sich der Mensch recht schwer damit, gewisse Ereignisse richtig einzuordnen.

Mittlerweile ist eine Art „Nachrichten-Fieber“ an Außerirdische zu beobachten, denn per Radioteleskop sendet jeder, der eine Nachricht zu übermitteln hat, diese ins All. Es ist ein erschwinglicher Service einer Station in den USA. So wie Elvis Presley seinerzeit eine Schallplatte aufnahm, als er noch völlig unbekannt war, sendet man einige Dekaden später Nachrichten an Aliens.

Wenn wir die Ansicht vertreten, dass die Erde schon mehrfach von Außerirdischen besucht wurde, ist es doch eine Geste der Freundschaft, dem gleich zu tun und Nachrichten zu versenden. Bewiesen ist zwar ganz und gar nichts, aber vorbeugen ist besser als… Eben. Wenn man bloß wüsste, aus welcher Richtung sie kommen, diese Inhaber der Dritten Art. Was wäre, wenn es sogar eine Vierte, wenn nicht sogar eine Fünfte Art gäbe? Wir sind auf der Erde mit der Dritten Welt schon am Ende unseres Lateins. Aber im All?

Da herrscht grenzenlose Langeweile. Ständig treffen irgendwo Nachrichten der Erdlinge ein und buhlen um Beachtung. So ein Alien ist schon ’ne Wucht. Der beherrscht jede Sprache, selbst bayrisch bereitet ihm keine Mühe. Auch die Technik ist hier Voraussetzung. Haben manche Personen schon Probleme mit dem Abspielen einer ordinären Schallplatte, so muss Kollege E.T. über Empfänger verfügen, die in seinem Leben evtl. noch nie eine Rolle spielten.

Und die übermittelten Nachrichten sollten für Außerirdische eklatante Informationen enthalten, die, in welcher Form auch immer, zumindest interessant sind. Selbst der Volksmund weiß zu berichten, dass nichts älter ist, als eine Zeitung von Gestern. Diese Nachrichten sind ewig und drei Tage unterwegs. Treffen sie dann irgendwann ein, sind sie womöglich nicht mehr aktuell. Pech. Die Tagesangebote des Discounters sind demnach nicht der Hit.

Was ließe sich denn senden und verliert nicht an Aktualität während der langen Reise? Womit könnte man so einen UFO-Piloten, oder seinen Chef beglücken? Stehen wir ständig parat und hören Weltraumradio? Eben. Aber die da, die machen so was. Langeweile, wie erwähnt. Was viele auf die Palme bringt ist die Tatsache, dass diese im All Ansässigen nicht ums Verrecken zu antworten gewillt sind. Oder sie antworten, aber wir haben die dazu benötigte Technik (noch) nicht. Oberpech.

Vielleicht geben sie Rauchzeichen? Wer beherrscht das schon, außer Winnetou?! Oder sie denken angestrengt. Davon bekommen hier auf diesem Planeten eine Menge Leute fürchterliche Kopfschmerzen, aber sie deuten es völlig falsch und nehmen Tabletten dagegen. Somit sind die Antworten futsch. Kann’ste mal sehen. Vielleicht haben sie aber auch von der ständigen Belästigung die Nase voll und leiten die Signale weiter ins tiefste Universum.

Dort gelangen diese nervenden und völlig behämmerten Sendungen in eine Art Weltraum-Schredder und werden entsorgt. So ähnlich gehen wir auch mit unsinnigen Mitteilungen um; mit Spam beispielsweise.

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anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

George Orwell (1903-1950), britischer Schriftsteller
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