Vorsicht bei Trauerseiten im Internet warnt die Deutsche Friedhofsgesellschaft

Vorsicht bei Trauerseiten im Internet warnt die Deutsche FriedhofsgesellschaftBonn – Totensonntag, Advent und Weihnachten sind Anlässe an denen viele Menschen ihrer Verstorbenen gedenken und gerne eine bleibende Erinnerung schaffen möchten. Als moderne und zeitgerechte Form der Trauerbewältigung werden daher immer mehr virtuelle Gedenkstätten als dauerhafte Erinnerung im Internet angeboten. Man sollte aber nicht allen Anbietern vertrauen, warnt die Deutsche Friedhofsgesellschaft.

Trauerbewältigung braucht Zeit. Der Besuch der Grabstätte und Austausch von Erinnerungen sind wichtige Bestandteile der Trauerarbeit. Auch das Internet bietet heutzutage die Möglichkeit, einen dauerhaften Ort der Erinnerung an einen geliebten Menschen einzurichten. So genannte virtuelle Gedenkstätten geben Angehörigen, Bekannten und Freunden die Möglichkeit, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und über die Beisetzung oder Bestattung hinaus, einen Austausch mit anderen Trauernden zu ermöglichen. Selbst dann noch, wenn diese weit entfernt voneinander leben.

Leider sind nicht alle Angebote von den meist kostenlosen virtuellen Trauerseiten seriös. Was genau die Ziele mancher Betreiber sind, lässt sich für den Internetnutzer auf den ersten Blick nicht erkennen. “Wer alles aus der Gefühlslage und persönlichen Daten von Trauernden einen Nutzen zieht, erkennt man oft zu spät”, so Karl-Heinz Könsgen, Geschäftsführer der Deutschen Friedhofsgesellschaft, die selbst ein Internetportal betreibt. “Wie wir aus unserer langjährigen Erfahrung wissen, können Trauernde schnell zur Beute unseriöser Geschäftemacher werden”. Daher – so Könsgen – solle man drei Tipps beachten: 1. Einen kostenpflichtigen Vertrag sollte man nie abschließen, auch keine Testeinträge, die nur am Anfang kostenfrei sind. Es existieren genügend kostenfreie Webseiten. 2. Wenn zu viele persönliche Daten abgefragt werden, sollte man eher die Finger von dem Anbieter lassen. 3) Man sollte sich auch die Einträge anderer Trauernder in virtuelle Kondolenzbücher anschauen. Sind die Einträge veraltet? Wird die Webseite gepflegt und erscheinen keine ehrverletzenden Einträge?

“Bei unserer eigenen Seite ewigeerinnerung ist das Anlegen einer Gedenkstätte kostenlos und ausschließlich über Bestatter möglich. Der Eintrag in das Kondolenzbuch ist ebenfalls kostenlos und der Zugang wird nicht durch das Einloggen mit einem Passwort erschwert”, so Könsgen. Jeder der möchte, könne einen Eintrag vornehmen. “Um allerdings zu gewährleisten, dass nur Einträge in das Kondolenzbuch gelangen die dem Anlass entsprechen, werden alle Einträge vor der Veröffentlichung von Moderatoren geprüft”. Könsgen, der seit über 7 Jahren als Dienstleister für Bestattungsunternehmen tätig, ist rät im Trauerfall: “Geben Sie sich selbst, den Angehörigen, Freunden und Bekannten genügend Zeit zu trauern, lassen Sie sich nie unter Zeitdruck setzen und achten Sie darauf, welche Informationen Sie im Netz weitergeben.”

Pressekontakt:

Deutsche Friedhofsgesellschaft mbH
Geschäftsführung
Karl-Heinz Könsgen
Am Brünnchen 3
53227 Bonn
www.de
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Tel.: 0228 – 976 34 90

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anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

George Orwell (1903-1950), britischer Schriftsteller

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