Lehman-Brothers-Pleite – Anleger bleiben auf Schrottzertifikaten sitzenDie Frist zur Anmeldung der Ansprüche auf Schadenersatz aus amerikanischen Sicherungsfonds läuft Ende des Jahres aus. Der DVS arbeitet mit einer renommierten US-Anwaltskanzlei bei der Anmeldung der Ansprüche zusammen. Ein deutscher Prozessfinanzierer übernimmt den wesentlichen Kostenanteil für die Anmeldung der Ansprüche deutscher und internationaler Anleger.

Deutsche Anleger haben sich angeblich krisenfeste „Schrottzertifikate“ der US-Pleitebank Lehman-Brothers andrehen lassen. Vor allem Anleger, die ihr Geld möglichst sicher investieren wollten, sind von Beratern verschiedener Großbanken nach Meinung der DVS-Kapitalmarktexperten ganz offensichtlich übers Ohr gehauen worden.

Beim DVS geht man davon aus, dass mehrere tausend Kunden verschiedener Großbanken von der Lehmann-Pleite betroffen seien. Insgesamt hat Lehman etwa 170 verschiedene Kapitalmarktprodukte, darunter auch die Schrottzertifikate, im zweistelligen Millionenbereich emittiert. Besonders pikant erscheint in diesem Zusammenhang die Rolle der Dresdner Bank. Ausweislich eines Berichtes von Spiegel online vom 01.10.2008 habe das „Investmentoffice“ der Bank seine Berater, die die Schrottzertifikate verkauft haben, auf einen Totalverlust des bei Lehman angelegten Kapitals hingewiesen. Trotz der enttäuschenden Quartalszahlen, die Lehman am 10. September veröffentlicht habe, haben das „Investmentoffice“ der Dresdner Bank keinen Handlungsbedarf bei den Emissionen bei den Lehman Brothers oder anderen Investmentbanken gesehen. Der Spiegel kommt deshalb zu dem Schluss, dass „Kunden, die von Lehman herausgegebene Zertifikate besaßen“, infolge dieses Papiers „nicht über das Risiko eines Totalverlustes informiert worden“ seien.

Auf den Streit zwischen mehreren Anlegeranwälten, ob eine erfolgreiche Inanspruchnahme der Dresdner Bank möglich sei oder nicht, kommt es nach Auffassung der Kapitalmarktexperten des Deutschen Verbraucherschutzringes allerdings nicht an. Dazu Rechtsanwalt und Attorney at Law Helge Naber: „Geschädigte Lehman Anleger müssen vertragliche oder Schadenersatzansprüche gegen Lehman Brothers Inc. unter der Führung von Barclay Capital außerhalb der Insolvenz gegen Lehman Brothers Holding Inc. innerhalb der Insolvenz und vor allem gegenüber dem amerikanischen Securities Investor Protection Corporation geltend machen. „Die ersten Fristen zur Geltendmachung der Ansprüche laufen nach fester Überzeugung der DVS Experten Ende des Jahres 2008 aus.“ Naber ist Rechtsanwalt Attorney at Law, Great Falls Montana. Er ist ab 15. Mai 2008 von Montana Attorney General zum Special Assistent Attorney General ernannt worden und ist im Rahmen dieser Tätigkeit mit der strafrechtlichen Verfolgung von Wertpapierrechtsverletzungen beauftragt worden. Der Montana Attorney General hat in den USA eine vergleichbare Stellung wie ein Generalstaatsanwalt in Deutschland.

„Anwälte, die sich in Deutschland akademische Diskussionen darüber liefern, ob und gegen welche Bank Schadenersatzansprüche durchgesetzt werden können, nutzen den deutschen Anlegern der Schrottzertifikate nichts“, meint Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzringes (DVS). Wer sich zudem als geschädigter Anleger auf dubiose Angebote einlässt, sich gegen ein Erfolgshonorar vertreten zu lassen, verschwendet wertvolle Zeit, die er lieber dazu nutzen sollte, seine Ansprüche in New York anzumelden. Dazu noch einmal Lunderstedt-Georgi: „Glück im Unglück für die deutschen Anleger der Lehman Schrottzertifikate“. Ein deutscher Prozessfinanzierer hat dem DVS die Zusage gegeben, dass er etwa 2/3 der Kosten für die Anmeldung der Ansprüche in den Vereinigten Staaten übernehmen wolle.“

Voraussetzung sei es allerdings, dass die Anmeldungen über den Deutschen Verbraucherschutzring vorgenommen werden. Die Kosten, die normalerweise beim DVS für derartige Tätigkeiten anfallen, wird der Prozessfinanzierer ebenfalls übernehmen, so Lunderstedt-Georgi weiter. „Teure Gebühren für Interessen- und Schutzgemeinschaften, die in manchen Fällen bis zu 1000 € betragen können, seien überflüssig“, betont auch Rechtsanwalt Sascha Giller, Kapitalmarktexperte bei PWB Rechtsanwälte Jena. Viele dieser Vereine wollen dem geschädigten Anleger noch einmal Euros aus den Taschen ziehen.

Dazu abschließend noch einmal Rechtsanwalt und Attorney at Law, Helge Naber: „Geschädigte Anleger sollen im Rahmen eines Entschädigungsverfahrens vor der SIPC, der Securities Investor Protection Corporation Restitutionsgelder erhalten. Die SIPC funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie die deutsche Entschädigungseinrichtung der Banken (EDB) bzw. die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen EDW. „Diese Organisation“ – so Naber weiter – „tritt grundsätzlich in den Fällen ein, in denen Anleger auch auf betrügerische Art und Weise geschädigt worden sind und das schädigende Institut oder das Unternehmen Schadenersatzansprüche wegen der Insolvenz nicht mehr bedienen kann“. „Deshalb, so Rechtsanwalt Giller, „sollen die Geschädigten der Schrottzertifikate ihre Ansprüche sowohl beim Insolvenzgericht für den Gerichtsbezirk südliches New York als auch bei der SIPC anmelden. Geschädigte Anleger, die sich nicht oder nur unzureichend anwaltlich vertreten lassen, bleibt es selbst überlassen, ihren Anspruch an der richtigen Stelle, vor allem im richtigen Verfahren, prozessual richtig darzulegen und geltend zu machen.“

Für Fragen in dieser Angelegenheit steht Ihnen die Telefonnummer 03641/35 35 04 der DVS-Geschäftsstelle Jena zur Verfügung.

Der DVS e.V. arbeitet unter anderem mit Rechtsanwalt und Attorney at Law Helge Naber in Montana/USA zusammen, der in der Vergangenheit bereits sehr erfolgreich für geschädigte Anleger in verschiedenen anderen Verfahren tätig geworden ist, so dass auch in den USA eine umfassende Vertretung der Interessen geschädigter Schrottzertifikateanleger möglich ist. Geschädigte Schrottzertifikateanleger gehen durch die Anmeldung beim DVS sicher, dass keine Fristen, z. B. bezüglich der Forderungsanmeldung beim Insolvenzgericht oder bei der SIPC zu verpassen.

Für geschädigte Schrottzertifikateanleger von Lehman Brothers gibt es deshalb also viele gute Gründe, sich der kostenfreien DVS e.V. Interessengemeinschaft Lehman Brothers anzuschließen.

DVS Deutscher Verbraucherschutzring e.V.
Geschäftsstelle Jena
Löbdergraben 11
07743 Jena

Telefon: 03641/35 35 04
Telefax: 03641/35 35 22
Internet: www.dvs-ev.net

Wichtige Informationsveranstaltung für Lehman Brothers Geschädigte

Der DVS veranstaltet am 1. November 2008 um 14.00 Uhr im Hotel „Maritim“, Staufenbergstraße 26 in 10785 Berlin eine Informations-veranstaltung für geschädigte Anleger der kollabierten Invest-mentbank.

{lang: 'de'}
Copy the code below to your web site.
x 

Auch interessant:

  1. Insolvenz von Lehman Brothers: Totalverlust für Zertifikate-Anleger droht Viele Anleger, die in der Vergangenheit Lehman Brothers-Zertifikate erworben haben, sind verunsichert. Seitdem die Investmentbank Lehman Brothers im Zuge der Finanzmarktkrise in die Insolvenz schlitterte, ist unklar, was mit den...
  2. Hoffnung für Anleger von finanzierten Beteiligungen durch die GE Money-Bank (früher Allbank) – Anleger des Falk-Fonds 76 obsiegt vor Gericht München/Traunstein – Mit Urteil vom 30.05.2008 wurde eine Zahlungsklage der GE Money-Bank gegen einen Kunden im Zusammenhang mit der Rückzahlung der Darlehensvaluta aus einem Finanzierungsdarlehen zum Erwerb einer Beteiligung am...
  3. CSA Beteiligungsfonds: CLLB Rechtsanwälte erstreiten Schadenersatz für geschädigten Anleger gegen die Südfinanz AG zum Schadensersatz Mit Urteil vom 28.08.2008 (Az.: 3 O 19/08) hat das Landgericht Regensburg einem von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretenen Anleger Schadensersatz in voller Höhe zugesprochen. Der Anleger hatte auf Empfehlung...
  4. Dreiländerfonds – DHB: Anlagenberater verurteilt Dreiländerfonds – DHB: OLG Düsseldorf: 8. Dreiländer Handels- und Beteiligungsgesellschaft – Walter Fink – KG, 9. Dreiländer Handels- und Beteiligungsgesellschaft – Walter Fink – KG: Anlagenberater zum Schadensersatz verurteilt Berlin...
  5. CSA: Mittelbare Kommanditbeteiligungen – Welche Ansprüche haben Anleger Stuttgart, 16.03.2008 – Während noch Anfang der neunziger Jahre atypisch stille Beteiligungen von Anlageberatern und -vermittlern als das non plus ultra in Sachen Altersvorsorge angepriesen wurden, waren es in den...
  6. Stellungnahme der KfW Bankengruppe… Stellungnahme der KfW Bankengruppe zum Artikel “KfW-Überweisung offenbar in voller Absicht” in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. September 2008 Frankfurt – “Weder aus den Unterlagen noch den Protokollen lässt...
  7. Maxfield-Pleite: Franjo Pooth überträgt Verona ein Grundstück Das Unternehmen Maxfield hat Franjo Pooth anscheinend mit wenig Glück geführt. Die Firma ist mit rund 19 Millionen Euro Schulden insolvent. Mehr Fingerspitzengefühl bewies der Geschäftsmann bei der Abwicklung seiner...
  8. Finanzstudie: Anleger flüchten in den Geldmarkt – entgegen Expertenrat Kassel – Die Turbulenzen an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten haben für private Anleger die Attraktivität von Geldmarktanlagen erhöht. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Sommerstudie 2008* der Finanzberatungsgesellschaft...
  9. Juragent-Prozesskostenfinanzierer: Anleger müssen handeln Vernünftige Vergleichsangebote für Anleger der Ersten Juragent GmbH & Co. KG? Auch erhebliche Probleme bei der Dritten Juragent GmbH & Co. KG! Erheblicher Kapitalverlust bei allen vier Juragent-Fonds? In einem...
  10. EECH AG: Insolvenzverfahren eröffnet Anleger können nun ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Erste Schadenersatzklagen gegen Vorstand Yoleri eingereicht. Am Donnerstag, den 01.05.2008 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der EECH Energy Consult Holding AG...

Schlagwörter: , , , , , , ,
6 Antworten zu “Lehman-Brothers-Pleite – Anleger bleiben auf Schrottzertifikaten sitzen”
  1. Finanzblog sagt:

    J. C. Flowers lehnt Angebot des Bundes für HRE-Anteile ab…

    “Als längerfristig orientierte Investoren wollen wir das Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft begleiten” gab Christopher Flowers, der Kopf hinter dem Hauptinvestor der Hypo Real Estate, heute zu Protokoll. Wenn man dies liest, könnte …

  2. Finanzberatung ein Jahr nach Lehman Brothers…

    Wem der Service am Kunden wichtig ist, dem liegt auch sein Wohl am Herzen. Das ist Fakt und daran gibt es nichts zu rütteln. Deutschland wurde oft als Servicewüste beschrieben, und auch wenn sich dies nach und nach gebessert hat, so trifft es…

  3. Lehman Brothers – Die Geduld der Gläubiger wird noch länger strapaziert…

    Es ist ein Warten, das die Anleger seit September 2008 Geduld, Nerven und viel Kraft kostet. Niemand wusste bis dato, ob es überhaupt eines Tages noch zu einer Rückzahlung aus angelegten Geldern bei der damals in die Pleite gegangene US-Investmentbank …

  4. Finanzblog sagt:

    J. C. Flowers lehnt Angebot des Bundes für HRE-Anteile ab…

    “Als längerfristig orientierte Investoren wollen wir das Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft begleiten” gab Christopher Flowers, der Kopf hinter dem Hauptinvestor der Hypo Real Estate, heute zu Protokoll. Wenn man dies liest, k……

  5. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der Lehman-Insolvenzverwalter…

    Ob der Verlust der 50.000 deutschen Lehman-Zertifikateinhaber jemals wiedergutgemacht werden kann, den diese durch die Pleite der US-Investmentbank erlitten haben, erscheint immer mehr als fraglich. Heute hat sich deshalb die DSW, die Deutsche Schutz…..

  6.  
Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen. Anmelden »

„Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht,
anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

George Orwell (1903-1950), britischer Schriftsteller

Syndications
Blogger over 50 Creative Commons License Deutschflüsterer - ich kann dir was flüstern
89 database queries in 3,135 seconds