Bisher wird man auf den Seiten lediglich mit „Welcome to Knol“ empfangen. Sobald sich die neue Portalseite etabliert hat, wird man sicher auch in der jeweiligen Landessprache begrüßt.
Viel kann man bisher nicht sagen, aber lesen. Und was man dann liest, setzt sich textalisch oftmals unter einen Titel, der Google in absonderlicher Weise darzustellen versucht. Mal ist es ein „Killer“, mal ein „Monster“, mal ist es ein „Krake“ oder auch gerne der harmlose Konkurrent.
Vieles wird Google vorgeworfen. Bloß eines nicht und das ist die Einfallslosigkeit. Hier wird der Benutzer nicht mit Web 2.0 -Gefasel vom eigentlichen Tun und Treiben abgelenkt, sondern davon wird die gesamte Userschaft im WWW profitieren. So wie viele andere Tools aus Google’scher Werkstatt es schon vorher taten und tun.
Webmaster bedienen sich der Statistik- und Analysetools und Millionen andere Internetbesucher nutzen täglich die Findigkeit der Suchmaschine, überrollte Google doch alles bisher Dagewesene in kürzester Zeit. Kein Schnick-Schnack, keine unnützen Applikationen, keine „Beschäftigungstherapien“, sondern probate Hilfsmittel, die den Umgang mit dem Medium Internet erleichtern.
Und alles wird dem User kostenlos zur Verfügung gestellt, so wie der Begrüßungs-Ouzo beim Griechen um die Ecke. Was ist daran schlecht, möchte man fragen. Was hat das mit einem „Killer“ zu tun und wer wird hier gekillt? Täglich strömen neue Seiten ins WWW und täglich werden mindestens ebenso viele geschlossen. Warum?
Die Antwort darf sich jeder selbst geben, der sich mit den Techniken und den Marketingstrategien des WWW schwer tut und nicht auf Anhieb die Besucherzahlen erreicht, die als geplantes Soll zur unüberspringbaren Hürde geraten.
Dauerhaft erfolgreich zu sein bedeutet nicht, sich einem Zeitgeist zu beugen, der von extrem kurzer Dauer sein kann. Den Markt beobachten, ihn kennen und daraus etwaige Tendenzen für die Zukunft zu erkennen, ein Projekt erarbeiten, an dem jeder Besucher mitwirken kann, teilhaben soll und einen Nutzen daraus ziehen darf. Das ist innovativ.
Als das Magazin Focus 1993 die Szene des deutschen Blätterwaldes betrat, stellt sich Helmut Warkwort auch die Frage, warum es nur ein Magazin dieser Art (der Spiegel) geben sollte und Wikipedia kämpft/e so gesehen auch gegen niemanden. Von fast allen Dingen existieren zweite und dritte Variationen und Exemplare. Nur dort, wo der Aufwand ein hoher ist, wird die Luft dünner. Der Erbauer des zweiten Automobils nach Daimler und Benz orientierten sich nach der sichtbaren Vorlage und das Rad ständig neu zu erfinden ist keines Menschen Absicht.
Also wird Google ebenfalls auf gehabte „Krankheiten“ einer solchen Enzyklopädie verzichten und evtl. keine Finten und Falschmeldungen, sowie Halbweisheiten oder Mythen einstellen. Natürlich kann jeder mitmachen und sein Wissen dort „abliefern“. Andere suchen danach und man wird fündig. Vielleicht sogar auf den Suchergebnisseiten der Suchmaschine namens Google.
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