Was verdienst du so?Über Geld redet man ja bekanntermaßen nicht; Geld hat man. Aber wie viel? Wenn man jemanden fragt, wie viel er/sie pro Monat nach Hause schleppt, grient die Person wie ein Schmalzkanten oder wie ein Kleinkind, dass sich just die Windel einnässt. Eine konkrete Aussage will der/die Befragte aber nicht stiften.

In Listen kann man es irgendwo lesen. Ein Bäcker verdient dies und ein Elektriker jenes. Eine Arzthelferin bekommt soundso viel und eine Floristin dies und jenes. Dann kommen noch außertarifliche Zulagen, Sonderzahlungen, Gratifikationen und weiß-der-Geier-was nicht noch alles dazu und am Ende des Monats ist trotzdem nichts übrig.

Aber warum wollen wir nicht so gerne über das eigene Einkommen reden? Darauf muss man doch eigentlich stolz sein. Schließlich hat man es verdient – zumindest jedoch erhalten. Schämt man sich, weil man Geld für seine Arbeitskraft bekommt? Hat man etwa Bedenken, weil ein anderer (vielleicht) mehr verdient? Stünde man mit einer besseren Qualifikation in einer höheren Einkommensgruppe?

Die Reichen und Reichsten findet man immer in einer Liste zusammengetragen. Da steht es schwarz auf weiß, was die Person ihr Vermögen nennt. Aber was diese Person pro Monat verdient, steht meist nicht daneben. Spielt also keine Rolle, ab einer bestimmten Kommastelle. Wie viel verdient man denn so als Blogger? Keine Ahnung. Wenig. Serverkosten, DSL-Tarif und div. Anschaffungen machen erst mal Minus.

Seine eigene Arbeitszeit als Stundenlohn gerechnet, würde einem Blogger den Tag verhunzen, denn dann steht man echt mies da. Man muss eben Spaß am Schreiben und Spaß an der Sache haben, egal wie viele User täglich reinschauen. Aber die Bannerwerbung bringt doch sicher Bares. So? Haben sich da etwa die Tarife geändert und man hat mich wieder vergessen zu informieren…?

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George Orwell (1903-1950), britischer Schriftsteller
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